Planung des Aufenthaltes
Die individuellen Bedürfnisse der Klienten stehen im Mittelpunkt.
Am Beginn eines Aufenthaltes in der Sozialtherapeutischen Gemeinschaft Hof Sondern e.V. steht zunächst immer eine vierwöchige Orientierungsphase. In dieser Zeit ist es möglich, das Wohnen und Leben, die therapeutischen Arbeitsbereiche und einzelne kreative, therapeutische Gruppenangebote kennenzulernen.
Gleichzeitig machen wir uns in einem multiprofessionellen Team ein Bild, wie wir neue Klienten am besten unterstützen können und planen dann zum Abschluss gemeinsam im Dialog den weiteren Aufenthalt. Gravierende Gründe, wie z.B. der Missbrauch von Drogen oder Gewaltanwendung verhindern eine Fortsetzung der Zusammenarbeit. Je nach Art der psychischen Erkrankung und den individuellen Bedürfnissen werden nun im Gespräch die Schwerpunkte des Aufenthaltes besprochen und ein entsprechender Therapieplan vereinbart.
Oft zeigen sich im weiteren Verlauf des Aufenthaltes neue Perspektiven für die Therapieplanung. Es ergeben sich neue Entwicklungsschritte, die berücksichtigt werden wollen. Oder es wird deutlich, dass ein behutsameres Tempo bei der Rehabilitationsplanung notwendig ist, dass eine Vorgehensweise in kleinen Schritten den Bedürfnissen des Klienten eher gerecht wird. Der Therapieplan wird daran jeweils flexibel angepasst , um ein Zurückbleiben der Entwicklung hinter den eigenen Möglichkeiten genauso zu vermeiden, wie eine dauerhafte Überforderung.
Grundlegendes Aufenthalts- und Rehabilitationsziel ist es, die Fähigkeiten des psychisch erkrankten Menschen zur Weiterentwicklung/Rehabilitation zu fördern durch:
- Aktivierung der vorhandenen Fähigkeiten
- Training zur selbständigen Lebensführung
- Psychosoziale Lebensbegleitung
Darüberhinaus sollen Voraussetzungen zur inneren und äußeren
- Klärung der persönlichen Lebenssituation
- Klärung der beruflichen Perspektiven
geschaffen werden, um die möglichst weitgehende und dauerhafte Wiedereingliederung zu erreichen.
Dies umfasst den Wohn- und Lebensraum (eigene Wohnung, Wohngemeinschaft, Betreutes Wohnen), sowie den Arbeitsplatz (Ausbildung, erster Arbeitsmarkt, Zuverdienstfirma, Werkstatt für behinderte Menschen).